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Starcoiffeur Rolf Mattes

Das Zürich der 60er? – «Man kann
sich das gar nicht mehr vorstellen»

Bruno Mattes war ein Starcoiffeur und mag das Wort nicht. Ein Blick zurück auf 50 Jahre Haare schneiden.

Mit Bruno Mattes sprach Marcel Reuss

Er wurde zum Starcoiffeur, als es den Begriff noch nicht gab. Zu ihm ging man, wie eine Zürcherin sagt. Und in Bruno Mattes Salon in einer prächtigen Jugendstilwohnung an der Gartenstrasse geht man heute noch. Auch wenn das «man» nicht mehr nur die Schönen umfasst, seine Tochter das Geschäft führt und er selber nur noch selten am Stuhl steht. Rolf Bruno Mattes muss Stil gehabt haben, als er 1963 sein Geschäft eröffnete. Und Stil hat der 78-Jährige noch immer: weisses T-Shirt, darüber locker ein Hemd, bequeme Bundfalten und den gepflegten Silberhaar-Scheitel. Gleich frisiert ist er auf einem Foto auf der Geschäfts-Website zu sehen, um ihn herum 19 Angestellte, alles Frauen.

Bruno Mattes vor seinem Coiffeurgeschäft an der Gartenstrasse. Foto: Sabina Bobst


Bei Ihnen arbeiten nur Frauen. Hat sich da ein Hahn einen Korb eingerichtet?

Nein. Ich habe mit Männern einfach schlechte Erfahrungen gemacht und mich deshalb eines Tages entschlossen, nur noch Frauen einzustellen.

Inwiefern schlechte Erfahrungen?

Weil ich doch einige Coiffeure aufgebaut habe, und diese dann mit ihren Kunden ausgezogen sind, um ein eigenes Geschäft zu eröffnen. Was normal ist. Übel genommen habe ich es aber, wenn einer hinter meinem Rücken die ganze Kundenkartei kopiert hatte.

Wieso bleiben die Frauen?

Gute Frage. Sie gehen zwar auch, aber seltener. Sie bleiben, weil sie heiraten, Kinder haben, und vielleicht auch, weil ich ein guter Chef bin (lacht).

Was sind Sie für ein Chef?

Ein unmöglicher kann ich nicht sein. Von meinen Angestellten arbeiten alle 20 oder mehr Jahre hier. Ich würde sagen, ich bin ein gerechter, aber strenger Chef. Einer, der sich eher im Hintergrund hält. Ich wollte nie der Beste sein. Mir war es im Gegenteil immer recht, Mitarbeiter zu haben, die ebenso gut oder sogar besser sind als ich.

Von einem Starcoiffeur würde man meinen, dass er sich im Vordergrund inszeniert.

Ich hörte dieses Wort «Starcoiffeur» nie gern. Aber es stimmt, es gibt Coiffeure, die sich mehr in den Vordergrund stellen. Rudolf Haene, eher ein Pfau. Er hat bei mir als René begonnen und später mit dem eigenen Geschäft grossen Erfolg gehabt, den ich ihm auch gönnte.

Eine gewisse Popularität hatten Sie aber schon?

Klar, und ich habe diese auch genossen. Man kannte mich in der Stadt und ich hatte immer schöne alte «Chärre».

Wieso ging man zu Ihnen?

Es ergab sich so. Wir kamen in eine neue Zeit und wie bei einem Restaurant, das in wird, waren auch wir auf Wochen ausgebucht. Sicher half, dass ich Freunde aus der Modebranche hatte. Wichtig waren aber auch die Qualität und die Technik. Ich habe früh mit Henna experimentiert. Gross geworden bin ich aber mit der Mèche, dem Coup de Soleil.

Wie kamen Sie auf den?

Gelernt habe ich bei de Neville und Seilaz am Paradeplatz. Dort arbeiteten ein Franzose und ein Italiener mit der Staniolpapier-Technik. Von ihnen habe ich sie übernommen. Dort bin ich im Übrigen auch vom Rolf zum Bruno geworden, weil ein Chef bereits der Rolf war.

Was war das für ein Zürich Anfang der 60er-Jahre?

Man kann sich das gar nicht mehr vorstellen. Es gab viel weniger Clubs und viel weniger Leute in der Stadt, weil die von aussen nicht kamen. Das Cliquen-Bewusstsein war entsprechend grösser. Man zog sich fein an, und die Romantik spielte immer eine Rolle.

Wie haben Sie die wilden 60er-Jahre miterlebt?

Intensiv.

Auch punkto Frauen?

Nicht ausschweifend, aber ich bin doch viel ausgegangen, war weder Antialkoholiker noch Frauenverachter. Ich habe schon einige gekannt, und es waren nicht die wüstesten.

War es für Sie früh klar, dass Sie Coiffeur werden?

Überhaupt nicht, mein Vater war Schreiner, und Schreiner sollte ich auch werden. In der dritten Sek landete ich als Ausläufer dann zufällig in meinem späteren Lehrbetrieb. Ich sei doch «en glatte Boy», sagte einer. Ob ich nicht Coiffeur lernen wolle? Ich wurde es

und habe es nie bereut.

«Glatte Boy» ... das Klischee, dass Coiffeure schwul sind, gab es das damals schon?

Natürlich, und gerade im Vieri, wo ich aufgewachsen bin, war für viele der Fall klar, wenn du Coiffeur warst. Als ich dann den Damen vom Zürichberg die Haare wusch und im Tag 10 Franken Trinkgeld machte – das wären heute über 100 – merkten die Kollegen aber schnell, dass das gar nicht so schlecht war, was ich machte. Und erst recht nicht, als ich früh mein eigenes Geschäft eröffnete.

Das Geschäft eröffneten Sie wegen Ihres Talents?

Ja, aber auch, weil ich mit 20 bereits Vater geworden war.

Heisst das, dass Coiffeure als Angestellte damals ähnlich wenig verdienten wie heute.

Ja, obwohl ich zuletzt ganz gut verdient hatte. Mit dem eigenen Geschäft hatte ich dann das Glück, dass ich sehr schnell Erfolg hatte. Ich musste aber auch arbeiten dafür, 10, 12 Stunden täglich.

10, 12 Stunden immer hautnah am Kunden. Fiel Ihnen das leicht?

Nicht immer und vor allem dann nicht, wenn ich ausgefragt wurde, selber aber nicht in der Laune war, alles zu beantworten. Ein Schnurri war ich nie. Ich redete zwar gerne über den Schnitt, aber über das Wetter und die Kindererziehung, das musste nicht unbedingt sein.

Und kaum waren Sie selbstständig, begann also London zu swingen.

Nein, das kam erst ein bisschen später. Zuerst war Paris. Da bin ich auch oft hin, auch später, um mich weiterzubilden. Wir hatten noch das Privileg, dass wir direkt in die Salons gehen konnten, um dort hautnah mitzuerleben, wie der Coiffeur arbeitet, und vor allem: was die Kundin tatsächlich wünscht.

Das ist heute anders?

Ja, da sitzt du in einem Kursraum und erkennst aus 50 Meter Distanz kaum, was der vorne auf der Bühne macht.

Wie waren die 70er – frisurmässig wohl eher eine Katastrophe?

Ja, da wurde toupiert, die Haare aufgetürmt wie bei Farah Diba, der Frau des Schahs von Persien. Auch das war damals anders. Heute hat man ja diverse Vorbilder, damals waren es zwei, drei – meistens eine Schauspielerin und eben, Farah Diba.

Würden Sie Dibas Frisur aus dem Stand wieder hinkriegen?

Nein, ich denke nicht, dafür müsste ich das Toupieren neu erlernen. Das kam ja völlig aus der Mode. Ende der 70er wurden die Schnitte legerer, und dann kamen die Engländer mit den strengen Linien. Eigentlich war das die beste Zeit.

Dann kamen die Italiener und Coiffeure wie etwas später der Valentino, der unter seinem Namen gleich mehrere Filialen aufzog. Haben Sie das verpasst?

Verpasst habe ich es nicht. Ich hatte einmal eine Filiale, schloss sie aber wieder, als ich merkte, dass ich diese nur quersubventioniere. Nein, ich fühle mich wohl und kann gut leben mit nur einem Geschäft. Filialen aufziehen, die sich nur rechnen, wenn man den Angestellten wenig bezahlt, das wollte ich nicht.

Was halten Sie von den 25-Franken-Coiffeuren, die seit einiger Zeit aus dem Boden schiessen?

Die gab es auch früher schon. Aber wie soll ich sagen? Man kann sich eine Bratwurst in der Migros kaufen oder in der Kronenhalle essen. Man leistet es sich, oder man leistet es sich eben nicht. Was aber stimmt: Wir bilden viel zu viele Leute aus, die später nicht mehr auf dem Beruf arbeiten, weil sie mit 3400 Franken einfach zu wenig verdienen würden. Dabei: Ich kenne einige, die in sogenannten Billigsalons arbeiten, und die sind wirklich gut.

Um nochmals auf den Starcoiffeur zurückzukommen: Wieso hört man kaum je von Starcoiffeusen?

Es ist wie bei den Köchen, bei denen auch nur immer die Rede von den Starköchen ist. Das hat wohl mehr mit der Presse als mit dem Können zu tun. Ich sage immer: Ist eine Frau gut, dann ist sie besser als die Männer.

Verleihung der Sportpreise der Stadt Zürich 2012

Sportpreisverleihung2012.htm.html
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Willy als Teamkoch bei Cervélo

Bruce unterwegs als Botschafter von WsD

Schampi im Einsatz

EIN BERNER FREUND

Affäre Hildebrand


In memoriam Fritz "Ypsch" Hösli

Ciao Ypsch e arrivederci !

 

Mit dem Brief wetti persönli vu Dir Abschied nii, villicht au im Name vu vilne andere, wo halt nüd so gwändt sind im Schriibe wie'n ich.

 

Jetz isch es halt so, e wiitere spezielle Mensch het üs verlu. Es wiiters Unikum isch weg vu Glaris.

"Ja, aber..."

Ich kör si schu die einte, we sie palaveret - "der isch au kei Heilige gsi..." Me redt nüd über

Verstorbene, wetti da nur säge. Was isch schu e Heilige?

Isch öpper heilig, wenn er's immer wieder schafft, Usdrügg us em Zürcher Stadtlebe i Zigerschlitz hinderezbringe, damit sie nadisna e Huuffe nachesäget?

Isch öpper e Heilige, wenn er's schafft Glarner Produggt wene Fritz Küenzli oder e Botteron em

FC-Zet-Präsident Nägeli, mit sinre bsundere Art, öppis z'promote, undere Stumpe z'juble?

Isch eine e Heilige, wenn er en Event we de Gentleman-GP ariesst, wo Glaris jewiels es paar Tag uflebe luu het und alli während dere Zyt e chli Promiwelt gschnupperet hend? Usw., usw.

 

Sorry, jetz bin i fascht e chlei is Schwärme chu.

Aber ich wett Dir ja persönlich Dangge säge.

 

Weisch nuch, wo Du mich zerscht Mal mit minere "Tschinggeband - The Pokers" im City hesch

gseh Musig mache? Hesch de Plausch ka a üs, bisch use und hesch a de Stammtisch verzellt:

"Hey, de chli Sizilianer, der isch Weltklass (au es Wort vu Dir), der müend ihr gseh und bueche!

Und schu churz druffabe sind für üseri Band Tor ufgange zu de "Heilige Halle" we'n es GEHA,

es Schützehuus, oder mir hend de sogar emal a de Glarner Chilbi dörfe spile.

Es Privileg, wo vorher langi Zyt nur em Louis Menar zuegstande isch.

 

Dadefür wett ich Dir Dangge säge, Ypsch. Mir hesch vil gii.

Ich gseh si hüt nuch, die Huuffe Italiener, wo bi Dir Rat gsuecht hend im Versicherigs-

Dschungel und de au immer Hilf überchu hend. Mängi hend Dir Dis Flair vergunnet, aber die

meischte liebet Dich.

Dis grosse Herz, Dine ubändige Wille, "Toti" zum Läbe z'erwecke, Dini Ariesser-Qualitäte,

das het Dich zum Glarner Unikum gmacht. Das bisch Du, dr Ypsch, ohni glismete Sögg und

Sandale.

Und denn die Huuffe Fäschter bi Dir im Ochse oder i de Waag. A Dim 60ste hani z'letscht

Mal für Dich dörfe singe, ha Di überracht mit em Lied "Che sarà" (Was wird sii). Ha Di gseh

zum erschte Mal brüele.

 

Nachher hämmer üs de chlei us de Auge verlore, ha nu nuch vo anderne ghört, es göng Dir

gsundheitlich nüd grad rosig. Ha öppedie Dini Chind gseh, Coole Cheibe! Gänd Gas, Jessica

und Fabio!

Üchere Vater hinderlaat e Luggi im Glarnerland, wo dörf gschlosse werde, mit nüüe Unikum!

 

Ciao Ypsch, ich werde singe für Dich i de Chile, villicht au stellvertrettend für vili, wo halt

das nüd chänd. Ich werde luege, dass Du chasch is Liecht gu, wie's Du Dir immer gwünscht hesch; Mit viel Musig, Freud und eme feine Fescht.

Salvo Ingrassia

 

 

 

 

 

 

Klaus J. Stöhlker über unseren Freund Werner Halter

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